Der „Brain-Explorer“ des Lundbeck-Instituts

Das dänische Lundbeck-Institut, eine neurowissenschaftliche Weiterbildungseinrichtung, betreibt mit seinem CNS-Forum eine hervorragend gestaltete Webseite mit zahlreichen „educational resources“ und Informationen zu Neurologie und Psychiatrie.

Den dort enthaltenen Brain Explorer gibt es auch auf deutsch. Er beinhaltet einen Gehirnatlas sowie Darstellungen der neuronalen Funktionen mit aufwändigen Schaubildern, außerdem ausführliche Erläuterungen zu den wichtigsten neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, ein Glossar und Literaturhinweise.

Darüber hinaus gibt es noch eine Image Bank mit zahlreichen sehr guten, zu Präsentationszwecken frei downloadbaren Darstellungen einzelner Strukturen und Funktionsbereiche des Gehirns sowie eine Linksammlung zu psychiatrischen und neurologischen Journals.

Hier hat man sich mit einer äußerst instruktiven PsychoNeuro-Webseite viel Mühe gegeben.

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Die wichtigste Forschungsstudie der Psychologie…

… möchte der PsyBlog ermitteln. Autor Jeremy Dean hat 10 Untersuchungen „nominiert“, die seiner Auffassung nach die „Top Ten Psychology Studies“ darstellen, und jede einzelne in einem kurzen Beitrag beschrieben.

„Just because a study is old doesn’t mean it’s irrelevant. Indeed, the effects of many older studies are still being felt in psychology today. Generations of psychology students have wandered out of lectures, seeing themselves and other people in a new light. So, in this series of posts I will take a look at ten studies that have changed psychology and the way we see humanity.“

Unter den „Top Ten“ finden sich u.a. die Milgram-Experimente, die nobelpreisgeehrten Forschungen von Daniel Kahnemann zu Entscheidungen unter Risikobedingungen, Aaron T. Becks Entwicklung einer kognitiven Depressionstherapie und – last, not least – Sigmund Freuds Entdeckung unbewusster geistiger Prozesse. Nun kann man seinen persönlichen Favoriten wählen.

In den Kommentaren zu Deans Zusammenstellung werden natürlich zahlreiche Forschungen vermisst, so u.a. die von Bruner, Pawlow, Skinner, Zajonc und Zimbardo. Ich würde Harlows Affenversuche hinzufügen.

Mein Favorit ist natürlich Freud. Gefolgt von Milgram. Beide immer noch hochaktuell.

„Encephalon – A Neuroscience Blog Carnival“

Die englischsprachigen Neuroscience-Blogger geben einen 14-tägig erscheinenden „Blog Carnival“ heraus – ein Magazin mit besonders interessanten Beiträgen zu neurowissenschaftlichen Themen, das abwechselnd von verschiedenen Neuro-Blogs zusammengestellt und gehostet wird. Mittlerweile ist die 18. Ausgabe erschienen.

Es gibt Artikel aus diesen Themenbereichen:

  • artificial intelligence
  • biological & cognitive anthropology
  • cognitive neuroscience
  • cognitive science
  • consciousness
  • mind-brain philosophy
  • molecular neurobiology
  • neuroethology
  • neuropsychology
  • psychology

Hier geht’s zu den bisherigen Ausgaben.

Eine umfangreiche Liste mit Psycho-Neuro-Blogs (englisch- und fremdsprachigen) findet sich bei Neurophilosophy .

Die umfangreichste Psychologie – Linksammlung…

…im deutschsprachigen Raum, die ich kenne, ist der Linkkatalog „PsychLinker“ des ZPID (Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation).

Der PsychLinker, der nach Angaben des ZPID derzeit etwa 3800 „annotierte“ (kommentierte) Links enthält, wird in Zusammenarbeit mit Fachwissenschaftlern erarbeitet, die zu ihrem jeweiligen Fachgebiet Linkübersichten erstellen und die – thematisch klassifizierten – Links durch eine Beschreibung der jeweiligen Inhalte ergänzen.

Hier der direkte Link zur Übersichtsseite.

Wikipedia-Portal „Geist und Gehirn“

Bei aller teilweise berechtigten Kritik an Wikipedia – das Portal „Geist und Gehirn“ eignet sich hervorragend als Einstieg ins PsychoNeuro-Themengebiet. Es soll „der interdisziplinären Vernetzung zwischen der Philosophie, den Neuro- und den Kognitionswissenschaften und der Psychologie“ dienen, wird von einer Gruppe außerordentlich fachkundiger Wikipedianer sehr engagiert gepflegt und enthält zahlreiche Artikel mit den Prädikaten „exzellent“ oder „lesenswert“.

Auch das entsprechende Portal „Mind and Brain“ der englischsprachigen Wikipedia ist zu empfehlen.

Vorsicht ist andererseits bei Artikeln aus den Bereichen Psychologie und Psychoanalyse angezeigt, die bei Wikipedia traditionell Schauplatz von Glaubenskriegen von Autoren unterschiedlicher theoretischer Ausrichtung sind – wobei der missionarische Eifer die Fachkunde oft weit übertrifft.

Psychologie – Podcasts

BPS Research Digest, der Blog der British Psychological Society, hat eine Liste mit Links zu Psychologie-Podcasts (englischsprachig) zusammengestellt, die offenbar auch weiterhin aktualisiert wird.

Scholarpedia – Wissensmanagement heute

Die Informationsüberflutung, der wir ausgesetzt sind, hat gigantische Ausmaße angenommen. Das Internet trägt einerseits dazu bei, stellt andererseits jedoch Möglichkeiten zu einem verbesserten Wissensmanagement bereit. Entscheidend ist, ob Daten und Informationen vorwiegend breitgetreten werden oder relevantes Wissen zusammengetragen und übersichtlich und verständlich dargeboten wird. Gerade die Blogosphäre ist in Gefahr, den ersten Weg zu gehen. Wikipedia ist ein Beispiel für die zweite Richtung – aber mit anderen gravierenden Unvollkommenheiten behaftet (hierzu ein Link zu meiner dortigen Benutzerseite – wegen der beschriebenen Misslichkeiten habe ich meine Mitarbeit dort bis auf weiteres eingestellt).

Im PsychoNeuro – Bereich gibt es neuerdings eine Art Experten-Wikipedia – allerdings auf Englisch, wie nicht anders zu erwarten: Scholarpedia, ein Wiki zu Computational Neuroscience und Dynamical Systems. Jeder Artikel ist von einem absoluten Fachmann auf seinem Gebiet verfasst, der dazu eingeladen oder sogar gewählt wird. Der Artikel wird sodann einem Peer-Review-Prozess unterzogen und von einem Curator weiterhin gepflegt. Das Ergebnis ist meistens hervorragend.