Weitere Beiträge mit psychologischem Inhalt in meinem Blog „Denkraum“

  • „Auszug aus dem Register der 927 ewigen Wahrheiten“ (Sheldon B. Kopp) – 31.03.2015
    • „In den 1970er Jahren war das Buch „Triffst du Buddha unterwegs…“ des amerikanischen Psychotherapeuten Sheldon B. Kopp eine Art Kultbuch. Im Anhang fand sich ein „Auszug aus dem Register der 927 (oder waren es 928?) ewigen Wahrheiten“, vom Verfasser auch als „eschatologischer Waschzettel“ bezeichnet (zuerst erschienen in: Voices 6, Nr. 2 (Herbst 1970) S.29).

      Ob es an dem Orkan liegt, der gerade über Deutschland hinwegfegt – jedenfalls kam mir das heute wieder in den Sinn. Obwohl es sich jenseits jeglicher Politik im engeren Sinn bewegt, nehme ich es hier mit auf, sozusagen in einer Rubrik „mal ganz was anderes…“ .

  • Donald Trump und der republikanische Wähler – 09.02.2016
    • „Der Erfolg eines Rechtspopulisten wie Donald Trump beruht letztlich auf der Mentalität seiner Anhänger. Trumps rüdes, selbstherrliches Auftreten als Ausdruck seiner narzisstischen Persönlichkeitsstruktur und die psychische Struktur seiner republikanischen Wähler passen zusammen wie ein Schlüssel zum Schloss.“
  • President Donald Trump: Chronik eines vorhersehbaren Scheiterns – 23.01.2017
    • „Es wird die Hypothese begründet, Donald Trump werde als US-Präsident scheitern. Die Erfordernisse, die das Präsidentenamt an den Amtsinhaber stellt und die Persönlichkeit Trumps sind inkompatibel. Trump ist dem Amt nicht gewachsen, weil seine Erlebens- und Verhaltensschemata weitgehend durch seine gravierende narzisstische Persönlichkeitsstörung festgelegt sind. Er wird sich nur in höchst begrenztem Maße als lernfähig erweisen und daher nicht in der Lage sein, in das Amt hineinzuwachsen.“
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Pakistans neuer Präsident: Psychopath und Spitzbube

Im Denkraum berichte ich über die hochproblematische Persönlichkeit des neuen pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari.

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John McCain – ein Spieler?

Kaum etwas ist so wichtig wie die psychische Gesundheit führender Politiker. Psychopathen in politischen Führungspositionen richten regelmäßig Unheil an – die Geschichte ist voll davon. Das letzte prominente Beispiel ist George W. Bush.

Nun kann man lesen, dass John McCain ein begeisterter Craps-Spieler ist. Angeblich spielt er in einschlägigen Casinos oft viele Stunden lang und um hohe Einsätze.

„McCain’s passion for gambling and taking other risks has never been a secret“, schreibt das Time Magazine. Und: „McCain’s campaign, like his life, has been marked by its embrace of living dangerously and by clear runs of fortune and disappointment.“

Dazu passt die riskante Wahl Sarah Palins als Kandidatin für das Amt des Vizepräsidenten.

Nach einem trockenen Alkoholiker und Evangelikalen nun vielleicht ein Spieler im Weißen Haus, der das Risiko liebt? Besorgniserregend.

Hier ein Auszug aus dem Time Magazine – Artikel:

„Enjoying craps opens up a window on a central thread constant in John’s life,“ says John Weaver, McCain’s former chief strategist, who followed him to many a casino. „Taking a chance, playing against the odds.“

Aides say McCain tends to play for a few thousand dollars at a time and avoids taking markers, or loans, from the casinos, which he has helped regulate in Congress. „He never, ever plays on the house,“ says Mark Salter, a McCain adviser. The goal, say several people familiar with his habit, is never financial. He loves the thrill of winning and the camaraderie at the table.

Only recently have McCain’s aides urged him to pull back from the pastime. In the heat of the GOP primary fight last spring, he announced on a visit to the Vegas Strip that he was going to the casino floor. When his aides stopped him, fearing a public relations disaster, McCain suggested that they ask the casino to take a craps table to a private room, a high-roller privilege McCain had indulged in before. His aides, with alarm bells ringing, refused again, according to two accounts of the discussion.

„He clearly knows that this is on the borderline of what is acceptable for him to be doing,“ says a Republican who has watched McCain play. „And he just sort of revels in it.“

8. September 2008

In den US-amerikanischen Medien gibt es derzeit eine Diskussion über eine Charaktereigenschaft John McCains, die in den Vereinigten Staaten offenbar gut bekannt ist: seine Neigung, aufzubrausen und die Kontrolle zu verlieren, wenn er sich ärgert.

Das Online-Magazin des McClatchy-Konzerns – drittgrößter Zeitungsverlag in den USA – veröffentlichte heute eine umfangreiche Zusammenstellung von Beispielen für wütende Reaktionen und Kontrollverlusten McCains: „McCain’s history of hot temper raises concerns“. Die Huffington Post zitiert Ausschnitte daraus und ergänzt sie durch ein CNN-Video, in dem die Senatorin Barbara Boxer sich außerordentlich besorgt über diese persönliche Schwäche John McCains zeigt.

„Menschenfänger“ vs. „American Hero“ – zur politischen Kultur des amerikanischen Vorwahlkampfs

In einem Beitrag im Denkraum-Blog setze ich mich mit der massenpsychologischen Dynamik und den Kultphänomenen um Barack Obama auseinander, die derzeit in den Vereinigten Staaten zu beobachten sind.

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Das beste Videoportal…

…das ich kenne, ist weder YouTube noch Google Video, auch nicht Scivee, das neue Portal für Wissenschaftsvideos – es ist eindeutig Stage6, „a place for people who love video“, und zwar wegen der unvergleichlichen Bildqualität der dort gesammelten Filme.

„It’s a high-quality platform that lets anyone upload, download, view, share and experience everything from short clips captured on mobile phones all the way up to full-length, high-definition feature films. Anyone can become a publisher, anyone can build an audience and every video available on Stage6 is compatible with over 70 million consumer electronics devices from every major manufacturer, making it easy to play back Stage6 videos on your television or portable device.“

Stage6 erfordert den (kostenlosen) Download des DivX Video Players, der es u.a. ermöglicht, die in dem Portal gespeicherten Filme auch auf dem Fernseher anzusehen – oder auf dem Handy, falls jemand das möchte. Wie bei den anderen Videoportalen gibt es Channels und verschiedene Suchmöglichkeiten, z.B. über Tags. Allein der Channel „Videoportal des Deutschen Films“ umfasst 1000 Filme, darunter 35, die mit dem Tag „Psychologie“ versehen sind.

Der German Doku Channel enthält derzeit 284 deutschsprachige Dokumentarfilme, u.a. die sehenswerte fünfteilige Arte-Serie „Gehirn unter Drogen“. German Dokumentation bringt es immerhin auf 141 Videos.

Wenn ich jetzt ausdrücklich auch den Arte-Film „Der kleine Tod“ über den weiblichen Orgasmus empfehle, und zwar Mann und Frau gleichermaßen, so deshalb, weil er ganz ausgezeichnet ist – und weil die Erwähnung nebenbei einen Test erlaubt, die Blogstatistik betreffend…

Ergänzung am 25. Februar 2008:

Wie ich soeben erfahre, wird Stage6 am 28. Februar eingestellt. Hier die Mitteilung der Betreiber, und hier ein Kommentar von Spiegel-Online dazu.

Roundtable-Diskussionen zu PsychoNeuro-Themen

Wer sich über moderne Psychoanalyse weitergehend informieren möchte (und des Englischen mächtig ist), kann sich z.B. Videoaufzeichnungen von Roundtable-Diskussionen im New Yorker Philoctetes Center for the Multidisciplinary Study of the Imagination anschauen, mit z.T. namhaften Psychoanalytikern und Wissenschaftlern aus Nachbardisziplinen, die den Entwicklungsstand der heutigen Psychoanalyse wohlwollend oder kritisch begleiten.

Auch zu anderen Themenbereichen dieses Blogs finden im Philoctetes-Center interessante Diskussionsrunden statt, die aufgezeichnet und ins Internet gestellt werden, und die man sich im Web 2.0 – Zeitalter nun mühelos „on demand“anschauen kann. So z.B. Roundtable-Gespräche zum Verhältnis von Neurowissenschaft und Psychologie mit Themen wie „Haben wir einen freien Willen“ (Gesprächsteilnehmer u.a. der Neurowissenschaftler Jaak Panksepp und der Philosoph Joel Whitebook) oder „Mind vs. Soul“, u.a. mit der Philosophin und Psychoanalytikerin Marcia Cavell.

Wer bei dieser Gelegenheit aber in weniger als fünf Minuten erfahren möchte, was es mit dem Web 2.0 denn nun auf sich hat, versäume keinesfalls den berühmt gewordenen Kurzfilm des Kulturanthropologen Michael Wesch:

„School Shooting“: Suche nach einer psychiatrischen Diagnose in den USA

In den Vereinigten Staaten setzte man sich in den Medien und in der Blogszene intensiv mit den psychopathologischen Zügen in der Persönlichkeit des Studenten Cho auseinander. Dave Cullen, der sich eingehend mit der Persönlichkeit der Columbine-Killer befasst hat, fasste unter dem Titel „Psychopath? Depressive? Schizophrenic? – Was Cho Seung-Hui really like the Columbine killers?“ in Slate die Diskussion der Fachleute über die angemessene psychiatrische Diagnose zusammen.

„Yet television analysts have Cho deconstructed already: He’s a madman, he’s a psychopath, a schizophrenic, a psychotic—or maybe just an angry depressive. Experts have rendered definitive diagnoses on every network—and they are wildly contradictory. The Today show alone has made a grand tour through the diagnostic manual.“

Eine mögliche psychiatrische Diagnose sei „anger fused with depression“. Cullen: „Columbine killer Dylan Klebold was a classic example of the angry depressive.“

 

Einige Experten würden demgegenüber die Eigenschaften eines Psychopathen in Cho entdecken. Cullen: „Klebold’s partner, Eric Harris, was textbook psychopath. Most psychopaths are nonviolent, but when they do turn to murder, the path is much simpler than for the depressive. They are convinced of their superiority and blame the rest of us for their predicament from the start.“

 

Eine dritte Gruppe, so der Traumaexperte Dr. Frank Ochsberg, erkenne psychotische Züge bei Cho.

„Ochberg observed Cho’s inability to relate to others, a blank affect, disordered thoughts, and perceptions wildly out of sync with reality. ‚I’m beginning to think he’s not responding to abuse and neglect, he’s responding to all the fantasies and delusions in his head,‘ Ochberg said.“

Ein weiterer Experte interpretiert einen ausführlichen New York Times-Artikel über die Kindheit Chos in Südkorea dahingehend, dieser habe möglicherweise an dem Asperger Syndrom mit psychotischen Zügen gelitten. Cho war nach Berichten von Verwandten bereits in seiner Kindheit dadurch aufgefallen, dass er kaum sprach – eine Eigenschaft, die seine Mitstudenten bis zuletzt an ihm beobachteten.

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