Menschenbild – Debatten

Unser abendländisches Menschenbild ist aufgrund der Erkenntnisse der Evolutionsbiologie und der Neurowissenschaften ins Wanken geraten und steht auch in der Öffentlichkeit in der Diskussion. Naturwissenschaftler erheben zunehmend Deutungsansprüche in Fragen, die vor kurzem noch als eindeutige Domäne der Philosophie galten. Philosophen und geisteswissenschaftlich orientierte Intellektuelle dagegen bezweifeln die Erklärungsmacht naturwissenschaftlicher Ansätze in zentralen Fragen unseres Menschenbildes grundsätzlich.

Schwerpunkte dieser Auseinandersetzung sind u.a.

  • die Funktion von Religion und religiösem Erleben
  • die Frage der Willensfreiheit und deren Auswirkungen auf unser Rechtssystem
  • Ursprung und Funktionsweise von moralischem Empfinden und Verhalten
  • das Verhältnis von Emotion und Vernunft.

PsychoNeuro wird diese Debatten verfolgen und auf interessante neue Beiträge dazu hinweisen.

Die neueste Ausgabe von „Philosophical Explorations“ („An International Journal for the Philosophy of Mind and Action“) ist der Diskussion eines Grundsatzartikels von Jürgen Habermas gewidmet: „The Language Game of Responsible Agency and the Problem of Free Will: How can epistemic dualism be reconciled with ontological monism?“ Dieser Artikel ist frei zugänglich – die Diskussionsbeiträge dazu von Randolph Clarke, Michael Quante, John R. Searle und Timothy Schroeder sowie die Entgegnung von Habermas leider nicht.

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Veröffentlicht in Debatten, Philosophie. 1 Comment »

Eine Antwort to “Menschenbild – Debatten”

  1. Markus Wichmann Says:

    Studium generale schreibt am 3. April 2007

    „Durch das soeben von mir neu entdeckte wissenschaftliche Netztagebuch des Berliner Diplom-Psychologen Markus Wichmann, das erst seit wenigen Wochen betrieben wird und sicherlich eine Bereicherung in der noch „kargen“ deutschen „Scienceblogger“-Landschaft darstellt (und auf dem man dankbarerweise schon zahlreiche interessante Dinge „abernten“ kann), finde ich gerade einen Hinweis auf einen neuen Aufsatz von Jürgen Habermas in der Züricher Zeitung vom 10. Februar.“


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